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Über Ereignisse, Folgen und Deutungen einer für Deutschland, Europa und die Welt bedeutsamen Zäsur reflektiert Christoph Kleßmann in seinem Beitrag über „1945“. Der Autor rekonstruiert zeitgenössische Interpretationen dieses Jahres als Niederlage, Befreiung oder Stunde Null und setzt sie ins Verhältnis zu historiografischen Deutungsmustern. Sein Beitrag für die Docupedia-Kategorie „Periodisierung“ vergleicht zudem „1945“ und „1989“ mit Blick auf das Spannungsverhältnis von gesellschaftsgeschichtlichen Brüchen und Kontinuitäten, das beide Chiffren aufrufen. Kleßmann diskutiert dabei auch, wie sich der Blick auf das Kriegsende durch den Fall der Mauer verändert hat.  +
Timothy S. Brown highlights in his article that the year „1968” must be conceived as a cipher for the political and social change in the second half of the 20th century. He inquires the generational connection and the transnational entanglement of the “Global Sixties”. Despite the numerous research in the course of the 50th anniversary of “1968” remains the subject fruitful: Brown points out the potential of interdisciplinary studies, which give more weight to the cultural aspects of “1968” and the new kinds of the political, focus on the analysis of reactions of the states and their elites as well as on the changes in gender relations and in general on the long-term effects of this “epoch-making” year.  +
Das Jahr 1989 ist eine der wenigen Zäsuren der Zeitgeschichte, die in den meisten europäischen Ländern eindeutig positiv besetzt ist. Dies ist unabhängig davon, ob es sich wie zum Beispiel in der DDR um einen raschen Bruch handelte oder um den Endpunkt einer graduellen, durch Reformen geprägten Entwicklung, wie in Polen. Philipp Ther legt in seinem Artikel dar, wie der Begriff ‚Revolution‘ im Kontext von 1989 genutzt wurde und wird, und beschreibt Ursachen sowie verpasste Chancen dieser historischen Zäsur.  +
A
Ohne afroamerikanische Geschichte kann die amerikanische Geschichte und Gegenwart nicht verstanden werden. Ihre Ausrichtung und Forschungsschwerpunkte sind daher stark geprägt von den gesellschaftlichen und politischen Konjunkturen der Zeit. Christine Knauer zeichnet in ihrem Beitrag die Genese der afroamerikanischen Geschichtsschreibung nach und verweist auf die enge Verknüpfung von Geschichtsschreibung, Freiheitskampf und Bürgerrechtsbewegung im 19. und besonders im 20. Jahrhundert. Sie beschreibt die derzeitigen Forschungsansätze und -trends in der afroamerikanischen Historiografie, die auch in der europäischen sowie deutschen Amerikaforschung zunehmend bearbeitet werden.  +
In seinem Beitrag über „Amerikanisierung und Westernisierung“ widmet sich Anselm Doering-Manteuffel zwei bedeutenden Formen des Kulturtransfers in der Mitte des 20. Jahrhunderts. „Amerikanisierung“ bezeichnet im Wesentlichen den wirtschaftlichen und kulturellen Einfluss Amerikas und die Adaption von Gebräuchen, Verhaltensweisen, Bildern und Symbolen in Politik, Kunst und Alltagswelt. „Westernisierung“ beschreibt hingegen die politisch-ideelle Homogenisierung Westeuropas, die Sozialliberalisierung sozialistischer und sozialdemokratischer Parteien sowie ganz konkret die Beeinflussung der westdeutschen publizistischen und akademischen Öffentlichkeit mit dem Ziel, deren antiwestliche und antiliberale Traditionen zu durchbrechen.  +
Die Arbeitergeschichte erforscht einen epochenübergreifenden Entwicklungsstrang, und bezeichnet nicht nur die Geschichte der Arbeiter im engeren Sinne, sondern auch die der Arbeiterschaft, der Arbeiterklasse, der Arbeiterbewegung und die der Arbeit selbst. In seinem Artikel erläutert Peter Hübner die verschiedenen Aspekte der Arbeitergeschichte aus historischer und interdisziplinärer Perspektive und stellt wichtige Forschungseinrichtungen, Archive und Bibliotheken des Forschungsfeldes vor. Abschließend wirft er einen Blick in die Zukunft der Arbeitergeschichte und erörtert mögliche Optionen der weiteren Forschung.  +
Environmental history is the history of the changing mutual relationship between humankind and nature. The various, more or less concrete attempts to define this area of historical study can be reduced to this basic common denominator. Though the notion of man and nature's mutual dependence may sound pithy at first, it's a rather fuzzy one upon closer inspection. Melanie Arndt describes this field of research in all its facets – because the valuable contribution of environmental history as a „subdiscipline” deserves much greater recognition from the outside world and from scholars working in other disciplines.  +
Jetzt in einer vollständig überarbeiteten und erweiterten Neuauflage Version 3.0: Melanie Arndt stellt die noch relativ junge historische Subdisziplin in all ihren Facetten vor, thematisiert die umwelthistorischen Grundbegriffe, macht Periodisierungsvorschläge und gibt eine umfassende Themenübersicht. Neu hinzugekommen ist ein Exkurs zur Umweltgeschichte Ost-, Ostmittel- und Südosteuropas: Nach dem „Go West” der nordamerikanischen Umweltgeschichte entwickelt sich derzeit die „East Side Story” der globalen Umweltgeschichte besonders dynamisch. Und so ist der Beitrag auch ein Plädoyer dafür, die wertvollen Impulse, die von der Umweltgeschichte ausgehen, produktiv in die Zeitgeschichte einzubringen.  +
B
Geschichtswissenschaftliche Studien zum „Neuen Menschen“ beziehen sich auf übergreifende Fragestellungen und breitere Forschungsfelder. Dabei sind die neuen totalitären Ideologien und modernen Diktaturen des 20. Jahrhunderts besonders beachtet worden. Allerdings wurden Utopien eines Neuen Menschen auch in Demokratien entwickelt, die deshalb in diesem Beitrag ebenfalls berücksichtigt werden. Abschließend wird auf Defizite der Geschichtsschreibung hingewiesen.  +
Die Kritik an der Bürokratie bestimmt bereits seit dem 19. Jahrhundert die Auseinandersetzung mit dem modernen Staat, seinem Potenzial, seinen Leistungen und seinen Schwächen mit. Peter Becker skizziert aus dieser Perspektive die Karriere des Begriffs zwischen dem frühen 19. und dem späten 20. Jahrhundert, setzt sich mit Max Weber und seiner Rezeption, der Bürokratie im NS-Staat und der Neubestimmung der Bürokratie in der Nachkriegszeit auseinander und stellt abschließend neue Ansätze der historisch-kulturwissenschaftlichen Bürokratieforschung vor.  +
Die klassische Begriffsgeschichte hat als Historische Semantik eine Renaissance erfahren. Kathrin Kollmeier widmet sich zunächst der lexikografischen Begriffsgeschichte, insbesondere den „Geschichtlichen Grundbegriffen“ und ihren theoretischen und methodischen Voraussetzungen. Ansätze hingegen, die unter dem Oberbegriff Historische Semantik firmieren, beschränken sich nicht mehr allein auf die Analyse der Historizität von Begriffen, sondern untersuchen den Bedeutungsgehalt und -wandel von Worten, Begriffen, Sprachen und Diskursen sowie kultureller Codes wie Bilder, Rituale, Habitus und Performativa. Zudem verweist der Artikel darauf, dass eine Historische Semantik des 20. Jahrhunderts sich sowohl dem semantischen Wandel im Zuge von politischen, sozialen und kulturellen Brüchen und Diskontinuitäten als auch den relativ stabil bleibenden Bedeutungen „langer Dauer” im gesamten 20. Jahrhundert widmen sollte.  +
Now in English: The term dictatorship originates from the roman constitutional law, in which it described the temporary rule of a dictator who was above the law to defend the republic. This initial meaning was reshaped multiple times during the 20th century; the modern meaning was developed as a self-description and exonym for the communist, fascist and Nazi regime. The article written by Jan C. Behrends reconstructs the history of the term during the 20th century, focussing on the Russian and German case, concluding with a view on the contemporary historical research of today.  +
Der Begriff Diktatur stammt aus dem römischen Staatsrecht, wo er die temporäre Herrschaft eines Diktators bezeichnete, der zur Verteidigung der Republik über dem Gesetz stand. Diese klassische Bedeutung wurde im 20. Jahrhundert vielfach überformt; der moderne Diktaturbegriff entstand als Eigen- und Fremdbezeichnung für die kommunistische, faschistische und nationalsozialistische Herrschaft. Der Artikel unseres Autoren Jan C. Behrends rekonstruiert die Geschichte des Begriffs im 20. Jahrhundert mit einem Schwerpunkt auf den russischen und deutschen Fall und blickt abschließend auf die zeithistorische Forschung der Gegenwart.  +
Der Begriff „Antisemitismus“ meint im modernen Sprachgebrauch die Gesamtheit judenfeindlichen Äußerungen und Handlungen, unabhängig von ihren unterschiedlichen Motiven. Beginnend mit einer Unterscheidung zwischen diesem Begriff und dem des Antijudaismus, beschreibt Wolfgang Benz die Geschichte des Antisemitismus vom frühen Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert. Auch liefert er einen Einblick in die vielfältigen Methoden und Erklärungsmodelle der interdisziplinären Antisemitismusforschung.  +
The term 'anti-Semitism' in modern language covers the sum total of anti-Jewish statements and actions, irrespective of the various motivations behind them. Starting with a distinction between that word and the term 'anti-Judaism', Wolfgang Benz describes the history of anti-Semitism beginning in the early middle ages until the 21st century. Likewise, he provides insight into the diverse methods and explanatory models of the interdisciplinary anti-Semitism research.  +
Die Besatzung großer Teile Europas in den Jahren des Zweiten Weltkriegs stellte einen tiefgreifenden, häufig krisenhaften Einschnitt in die Normalitätsverhältnisse von 200 Millionen betroffenen Menschen dar. Dennoch hat Besatzung als Erfahrungsgeschichte bisher einen eher geringen Widerhall in der Forschung gefunden, zumal in europäisch-vergleichender Perspektive. Tatjana Tönsmeyer beleuchtet mit „Widerstand und Kollaboration“ sowie der jüngeren Holocaustforschung zwei einschlägige Interpretationszusammenhänge, bevor sie mit dem Begriff der Besatzungsgesellschaften ein eigenes konzeptionelles Angebot formuliert. Besonderes Augenmerk gilt dabei den Akteur/innen sowie ihren Handlungsoptionen in Interaktion mit den Besatzern.  +
C
In seinem Artikel beleuchtet Bernd Greiner die im vergangenen Jahrzehnt entstandenen Cold War Studies, welche sich aus dem normativen Korsett ihres Gegenstandes emanzipierten. Sie zielen hierbei auf ein renoviertes Verständnis von historischen Räumen, politischen Handeln und gesellschaftlicher Nachhaltigkeit und bilden laut Greiner eine Werkstatt, die die neuesten Instrumente der Zeitgeschichte auf den Prüfstand stellen. Er beleuchtet wie sich das Forschungsfeld von den auf die beiden Supermächte fixierten Perspektive löst und nach der Rolle der kleinen Akteure, der sogenannten Peripherie, fragt und sich deren Politik und Gesellschaftsgeschichte zuwendet.  +
Zur Beleuchtung des Begriffs 'Cultural Turn' und seiner Rolle in den Kultur- und Sozialwissenschaften zieht die Autorin Doris Bachmann-Medick die Pluralisierung der neueren Kulturwissenschaft heran und stellt Fragen bezüglich der Dynamik dieser Wissenschaft. Dazu erläutert sie den Begriff des 'turns' selbst, fragt wann dieser eigentlich zu einem 'turn' wird, wie fruchtbar die 'turns' für das konkrete Arbeiten der Disziplinen sind und stellt abschließend eine Neukonzeptualisierung der Kulturwissenschaft in Aussicht.  +
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Geschichtsdidaktik geht es um die Sichtbarkeit der Vergangenheit in der Gegenwart. In welcher Weise man ihr dabei begegnen kann, lässt sich an einer alltäglichen Beobachtung veranschaulichen. Das Bild zeigt einen Schnappschuss vor dem Colosseum in Rom: Inmitten von Touristenscharen sieht man einen als römischen Legionär verkleideten Mann und einen aufgeweckten Jungen miteinander scherzen.  +
Ist Facebook eine zeithistorische Quelle, und wer archiviert die Tweets der Politiker? Wie nutzt man digitale Quellen, und wie verändert sich die Quellenkritik, wenn die Kopie sich vom Original nicht mehr unterscheiden lässt? Seit Beginn der 2010er-Jahre wird unter dem Stichwort „Digital Humanities” insbesondere im angelsächsischen Raum eine intensive Debatte über neue Potenziale für die Geisteswissenschaften geführt: Peter Haber zeichnet in seinem Beitrag die Entwicklung der Digital Humanities nach und fragt, ob sich mit der Digitalisierung nicht nur die Qualität und Quantität der Quellen, sondern auch der gesamte Arbeitsprozess von Zeithistoriker/innen verändert hat.  +