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Mitteilungen und Ankündigungen aus der Docupedia-Zeitgeschichte Redaktion
101 Artikel

Blog:Manfred Hettling, Bürger, Bürgertum, Bürgerlichkeit (english version) 2016/06/08

Von: Redaktion
Veröffentlicht am: 8.06.2016

Now also published in English: The term "Bürger" thus refers to a basic historical concept, both territorially and historically, which developed in "old Europe" and referred to political configurations and political participation. Before an analysis of the phenomenon itself can be undertaken, first Manfred Hettling examine the term "Bürger" and its semantic tradition. In a second step, the term "Bürgertum" will be considered as a social formation. The integration of these diverse middle classes to yield a specific social formation was based, thirdly, on a unique cultural model of "Bürgerlichkeit", the way of life of the "Bürger".

Blog:Faschismus

Von: Redaktion
Veröffentlicht am: 6.05.2016

Seit über neunzig Jahren wird über Inhalt und Reichweite des Faschismus-Begriffs gerungen. Fernando Esposito beleuchtet die Entstehung des italienischen Faschismus kursorisch und gibt einen Einblick in das Selbstverständnis der Akteure. Er stellt die Faschismusforschung im Zeichen des Kalten Kriegs vor, erörtert die Ansätze der neueren Faschismusforschung und ihre Themenfelder, um dann in einem abschließenden Fazit den Mehrwert des Faschismusbegriffs vor Augen zu führen.

Blog:Authenticity (english version)

Von: Redaktion
Veröffentlicht am: 12.04.2016

Now in English: The multi-faceted concept of authenticity became a ubiquitous catchphrase and a widely-recognised phenomenon in cultural studies in the second half of the twentieth century. Nowadays, it is becoming increasingly important in contemporary historical studies in methodological terms and as a research subject. But what does "authentic", or the attribution of authenticity, mean? The following article by Achim Saupe aims to investigate these aspects in greater detail.

Blog:Saskia Richter, Zivilgesellschaft – Überlegungen zu einem interdisziplinären Konzept 2016/03/08

Von: Saskia Richter
Veröffentlicht am: 8.03.2016

Zivilgesellschaft gilt als schillernder Projektionsbegriff. Das Konzept wird seit den 1980er-Jahren in den Geistes- und Sozialwissenschaften verwendet und ist fest in der politischen Theorie verankert. Zivilgesellschaft ist im Englischen mit dem Begriff „Civil Society“ verwandt; in Deutschland gibt es enge Verknüpfungen zur „Bürgerlichen Gesellschaft“. Die Global Civil Society untersucht zivilgesellschaftliche Fragestellungen auf globaler Ebene. Die Verwendung der Konzepte ist umstritten, gerade weil die Bürgergesellschaft auf eine gesellschaftliche Mitte abzielt und Distinktionen beinhaltet. Trotzdem lohnt es sich, die normative Seite der Zivilgesellschaft aufzugreifen und diese mit sozialwissenschaftlichen Ansätzen der Dritten-Sektor-Forschung zu kombinieren.

Blog:Kulturtransfer

Von: Matthias Middell
Veröffentlicht am: 29.01.2016

„Kulturtransfer wird verstanden als ein aktiv durch verschiedene Mittlergruppen betriebener Aneignungsprozess, der von den Bedürfnissen der Aufnahmekultur gesteuert wird.“ Als die beiden französischen Germanisten und Kulturhistoriker Michel Espagne und Michael Werner Mitte der 1980er-Jahre ihr Forschungsprogramm darlegten, war keineswegs abzusehen, dass dieser Vorschlag einen methodologischen Umbruch auslösen sollte. Matthias Middell zeichnet in seinem Beitrag die Rezeption und Weiterentwicklung der Kulturtransferforschung nach, beschreibt das Verhältnis zum Historischen Vergleich und fragt nach Verflechtungen in der Gegenwart sowie ihrer erst noch globalgeschichtlich zu konstruierenden Vergangenheit.

Blog:Tatjana Tönsmeyer, Besatzungsgesellschaften 2015/12/18

Von: Redaktion
Veröffentlicht am: 18.12.2015

Die Besatzung großer Teile Europas in den Jahren des Zweiten Weltkriegs stellte einen tiefgreifenden, häufig krisenhaften Einschnitt in die Normalitätsverhältnisse von 200 Millionen betroffenen Menschen dar. Dennoch hat Besatzung als Erfahrungsgeschichte bisher einen eher geringen Widerhall in der Forschung gefunden, zumal in europäisch-vergleichender Perspektive. Dies ist nicht zuletzt den Begriffen und Konzepten geschuldet, die die Forschung strukturieren. Tatjana Tönsmeyer beleuchtet daher zunächst mit „Widerstand und Kollaboration“ sowie der jüngeren Holocaustforschung zwei einschlägige Interpretationszusammenhänge, bevor sie mit dem Begriff der Besatzungsgesellschaften ein eigenes konzeptionelles Angebot formuliert. Besonderes Augenmerk gilt dabei den Akteur/innen sowie ihren Handlungsoptionen in Interaktion mit den Besatzern.