Neuere Kolonialgeschichte und Postcolonial Studies
Version: 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 15.04.2011
https://docupedia.de/zg/lindner_neuere_kolonialgeschichte_und_postcolonial_studies_v1_de_2011
DOI: https://doi.org/10.14765/zzf.dok.2.303.v1
Begriffe, Methoden und Debatten
der zeithistorischen Forschung
Version: 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 15.04.2011
https://docupedia.de/zg/lindner_neuere_kolonialgeschichte_und_postcolonial_studies_v1_de_2011
DOI: https://doi.org/10.14765/zzf.dok.2.303.v1
Das wachsende Interesse an Kolonialthemen seit den 1990er-Jahren, das auch in Deutschland mit seiner kurzen und über lange Zeit als marginal eingeschätzten Kolonialgeschichte in den letzten Jahren kaum zu übersehen war, ist eng mit den Ansätzen und der Ausbreitung der Postcolonial Studies verbunden.[1] Von den 1980er-Jahren an übte diese sich in der angloamerikanischen Wissenschaftslandschaft entwickelnde Perspektive einen erheblichen Einfluss auf verschiedenste geisteswissenschaftliche Fächer aus. Reader zu Postcolonial Studies und Definitionsversuche des Begriffs Post(-)Colonialism füllen mittlerweile ganze Regale,[2] auch die Streitigkeiten über das Präfix „post” bzw. „post-” und dessen mögliche Bedeutungsdifferenzen haben vielfältige Diskussionen nach sich gezogen.[3]
Ganz pragmatisch lässt sich zusammenfassen, dass sich die Postcolonial Studies mit den Wirkungen und Hinterlassenschaften von Kolonialismus auf Nationen, Gesellschaften und Kulturen vor und nach der Unabhängigkeit beschäftigen, was auch die entkolonisierten Gesellschaften und die Gesellschaften der (Ex)-„Mutterländer” mit einschließt. Die Bedeutung von Kolonialisierungs- und Entkolonialisierungsprozessen wird also für das Verständnis aller daran beteiligten Kulturen und Gesellschaften betont. Deutlich anders als zuvor werden diese Prozesse als eine verflochtene, reziproke Geschichte des Westens und des „globalen Südens” analysiert und nicht mehr als die eines einseitigen Einflusses Europas oder „des Westens” beziehungsweise einer defizitären Entwicklung oder einer nachgeholten Moderne im „Rest” der Welt.[4]
Viele Vertreterinnen und Vertreter der Postcolonial Studies folgen dabei auch einem politischen Impetus: Die Moderne soll nicht länger entweder als Diffusion europäischer Konzepte oder als Kampf gegen hegemoniale westliche Strukturen interpretiert werden; in den aktuellen politischen und gesellschaftlichen Diskussionen sollen stattdessen Überlegungen zu verflochtenen, transkulturellen, hybriden Identitäten und Gesellschaftsformationen gestärkt werden.
Das neue Nachdenken über koloniale und postkoloniale Kulturen, über Repräsentationen von Differenz und über Kulturkontakte hat international das Interesse an der Kolonialgeschichte, das in der Nachkriegszeit bis zum Ende der 1980er-Jahre eher verhalten war, beflügelt und neue Forschungen angestoßen. Koloniale Kulturen, Interaktionen zwischen „Mutterländern” und Kolonien, Einflüsse der Kolonien auf die Metropolen, Themen wie Sexualität und Geschlechterkonstruktionen in kolonialen Kontexten wurden nun in den Blick genommen.[5]
Trotz der engen Zusammenhänge zwischen neuen Ansätzen der Kolonialgeschichtsschreibung und den Postcolonial Studies handelt es sich – gerade in der deutschen Forschungslandschaft – eher um unterschiedliche Forschungsfelder, die auch in verschiedenen Disziplinen verortet sind. Die neuere deutsche Kolonialgeschichte hat zwar Anregungen aus den Postcolonial Studies aufgenommen, ordnet sich aber weiterhin in die Forschungskontexte der europäischen Geschichte, der außereuropäischen Geschichte oder der Globalgeschichte ein und hat kein dezidiert postkoloniales Forschungsfeld ausgebildet. Explizit postkoloniale Untersuchungen und Themen wie z.B. die Analyse transkultureller und hybrider Formen in Sprachen und Kulturen findet man dagegen vor allem in der Anglistik, weiteren Literaturwissenschaften und den Kulturwissenschaften. Nur selten versuchen Projekte und Studien, diese Gräben zu überbrücken.[6]
Wegen dieser doch deutlichen Trennung folgt zunächst ein knapper Abriss über die wichtigsten Tendenzen der Postcolonial Studies und ihre internationalen und deutschen Forschungskontexte. Danach wird auf die internationalen Trends der neueren Kolonialgeschichte eingegangen, um abschließend die jüngsten Entwicklungen der Kolonialgeschichte in der deutschen Forschungslandschaft zu diskutieren – wobei jeweils die Einflüsse der Postcolonial Studies in diesen Forschungsfeldern ausführlich analysiert werden.
Eröffnet wurde das Forschungsfeld der Postcolonial Studies von Edward Saids Analyse des Orientalismus aus dem Jahr 1978.[7] In seinem Buch entlarvte Said den Orient als westliches Konstrukt eines umfassenden Suprematiediskurses. Er zeigte, wie sehr bestimmte Vorstellungen von orientalischen Gesellschaften in den Kanon der europäischen Literatur Eingang gefunden hatten, und er begann, die gegenseitige Konstituierung der Konzepte von Orient und Okzident zu analysieren. Sein Ansatz beeinflusste nicht nur die Literaturwissenschaften, er lenkte den Blick der Geisteswissenschaften generell auf kulturelle Produktionen und die dadurch entstehenden Repräsentationen von Differenz in kolonialen wie postkolonialen Gesellschaften. Literatur- und Kulturwissenschaftler/innen wie Homi Bhabha und Gayatri Chakravorty Spivak, die als Begründer der Postcolonial Studies gelten, entwickelten diese Ansätze in den 1980er-Jahren weiter zu einer eng am Poststrukturalismus orientierten Literatur- und Kulturkritik, die gerade in den USA zu einer einflussreichen intellektuellen Strömung geworden ist.[8]
Postcolonial Studies beziehen sich keineswegs nur auf die Phase der Dekolonisation, auch wenn der Begriff postcolonial zunächst in diesem Sinne verwendet wurde, also z.B. für Staaten nach der Unabhängigkeit von ihrem jeweiligen Kolonialherren. Im Kontext der Postcolonial Studies bezeichnet das Präfix „post” vielmehr alle Zeiträume in und nach der Kolonisation, wie Stuart Hall es ausgedrückt hat.[9] Postkoloniale Analysen können sich also auf Prozesse während oder nach dem europäischen Kolonialismus seit dem 16. Jahrhundert beziehen, aber grundsätzlich auch weitere Regionen in den Blick nehmen, sich also in gewisser Weise universalisieren, und alles einbeziehen, was je mit Kolonialismus in Kontakt gestanden ist.[10] Trotz der Kontinuitäten und der verschwommenen Grenzen zwischen dem Kolonialen und dem Postkolonialem, welche in der postkolonialen Forschung grundsätzlich betont werden, wird die Zeit nach der Kolonisation dennoch immer als ein Bruch mit alten Strukturen kolonialer Dominanz wahrgenommen.[11]
Darüber hinaus wird „post” im Sinne eines postmodernen Ansatzes nicht nur als zeitliche Markierung, sondern immer auch als ein kritisches Durcharbeiten des komplexen Gefüges des Kolonialismus verstanden. Die Vertreter der Postcolonial Studies versuchen stets, die Interaktionen zwischen dem „Westen und dem Rest” herauszustellen und (post)koloniale Formationen in ihrer Ambivalenz und Komplexität zu erfassen. Postkoloniale Kritik zielt auf ein radikales Umdenken: Das eurozentrische Wissen und die Identitäten, die durch Kolonialismus und westliche Dominanz kreiert wurden und laufend bestätigt werden, sollen kritisiert, unterlaufen und entmachtet werden. Die binären Oppositionen zwischen Kolonisierenden und Kolonisierten, zwischen dem Westen und den „anderen”, sollen überwunden und transkulturelle Identitäten und verflochtene Entwicklungen in den Vordergrund gerückt werden.[12] Die Postcolonial Studies erheben somit den Anspruch, verschiedene Kulturen über vorkoloniale, koloniale und dekolonisierte Zeitspannen und Räume hinweg zu analysieren.[13] Die lateinamerikanische Geschichte nutzt beispielsweise postkoloniale Ansätze, um koloniale Tiefenstrukturen in den seit Beginn des 19. Jahrhunderts formal entkolonialisierten lateinamerikanischen Gesellschaften und Kulturen zu identifizieren.[14]
Die Begriffe Hybridität und Mimikry, die Homi Bhabha in seinen berühmten Essays geprägt und weiterentwickelt hat, spielen dabei in den Postcolonial Studies eine zentrale Rolle. Hybridität beschreibt das Entstehen neuer, transkultureller Formationen in Kontaktzonen, die durch Kolonisation entstanden sind bzw. geprägt wurden. Diese Formationen können linguistische, kulturelle, politische oder gesellschaftliche Ausprägungen haben. Identität entsteht für Bhabha stets in diesem ambivalenten „in-between”-Raum der kulturellen Hybridität, der keine hierarchische Ordnung der Kulturen oder Exotismus mehr zulässt.[15] Der Begriff des Mimikry analysiert die Interaktionen und ambivalenten Beziehungen zwischen Kolonisierten und Kolonisierenden und verweist darauf, dass es nicht nur um eine Übernahme, einen Transfer oder eine Reproduktion der Kulturpraktiken der Kolonisierenden gehen kann, sondern dass der Prozess der Nachahmung des oder der Anpassung an den Kolonialherren stets durch ein subtiles Unterlaufen dieser Praktiken gekennzeichnet ist. Bhabha besteht darauf, dass im ambivalenten kolonialen Diskurs, im postkolonialen Schreiben eine widerständige Identität produziert wird, da Mimikry nie nur ein der kolonialen Hierarchie angemessenes Verhalten erzeugt, sondern stets auch ein unkontrollierbares, widerständiges Element impliziert.[16]
Die Denkansätze Bhabhas, die in erster Linie auf die Interpretation von (post)kolonialen Diskursen und Texten zielen, sind von anderen Vertreterinnen und Vertretern der Postcolonial Studies wie Benita Parry und Robert Young kritisiert worden. Ihrer Ansicht nach drohe durch die Betonung der Hybridität, die Verwobenheit der Kulturen sowie durch die Konzentration auf Diskurse und Texte die Gefahr, dass die existierenden asymmetrischen Machtverhältnisse verschleiert und die historischen Bedingungen des Kolonialismus vernachlässigt würden. Materialität und Lokalität der postkolonialen Erfahrung müssten immer in die Analyse einbezogen werden.[17] Auch der Kolonialhistoriker Frederick Cooper führt an, dass die kolonialen Institutionen, Strukturen und Asymmetrien von einer postkolonialen Kritik im Sinne Bhabhas zu sehr außer Acht gelassen würden.[18]
Das Feld der Postcolonial Studies ist aber auch eng mit den Subaltern Studies verknüpft, einer geschichtswissenschaftlichen Forschungsrichtung, die sich explizit an lokalen Bezügen und gesellschaftlichen Strukturen orientiert.[19] Die Subaltern Studies Group etablierte sich zu Beginn der 1980er-Jahre im Forschungsfeld der South Asian Studies. Die Forscher um den indischen Historiker Ranajit Guha distanzierten sich von einer traditionellen imperialen bzw. kolonialen, einer nationalistisch geprägten, aber auch von einer streng marxistisch ausgerichteten Geschichtsschreibung. Sie versuchten, eurozentrische Ansätze zu unterlaufen und dem „subalternen” Subjekt, untergeordnet aufgrund von Klassen- oder Kastenzugehörigkeit, Geschlecht oder Rasse, eine neue Stimme zu geben und eine Form von agency zuzuschreiben.[20] In den folgenden Jahren verbanden verschiedene Forscher der Subaltern Studies Group ihre Ansätze mit Fragen der postkolonialen Kritik.[21] Hier ist besonders Gayatri Chakravorty Spivak mit ihrem einflussreichen Aufsatz „Can the subaltern speak?” zu nennen, in dem sie das Anliegen der Subaltern Studies, dem subalternen Subjekt eine Stimme zu verleihen, kritisiert und darauf verweist, wie so eine vermeintliche kulturelle Solidarität produziert werde, die letztlich die Unterdrückung der Subalternen und die Dominanz westlich geprägter Intellektueller immer wieder festschreibe.[22] Die Überlegungen von Dipesh Chakrabarty, einem weiteren Forscher, der sich zunächst im Umfeld der Subaltern Studies Group verortete, zum (fast) unmöglichen Unterfangen, Europa zu provinzialisieren, da jede Geschichtsschreibung und jede Form kanonisierten Wissens bereits inhärent eurozentrisch geprägt sei, hatten ebenfalls großen Einfluss auf die Weiterentwicklung der postkolonialen Ansätze – gerade in der Geschichtswissenschaft.[23]
Wenn man sich verschiedene Forschungskontexte der Postcolonial Studies ansieht, so fanden die Ansätze zunächst vor allem im Bereich der sogenannten Commonwealth-Literaturwissenschaft, die sich mit Literatur der früheren Kolonien und der abhängigen Gebiete außerhalb Großbritanniens beschäftigt, große Verbreitung.[24] Entsprechend ihrer interdisziplinären Prägung und mit dem methodischen Ansatz und Anspruch einer Dekonstruktion des kolonialen Diskurses und der binären Oppositionen (post)kolonialer Kulturen entwickelten sich die Postcolonial Studies in der angloamerikanischen Wissenschaftslandschaft aber gleichzeitig in zahlreichen anderen Forschungsfeldern weiter: in den Cultural_Studies, verschiedenen Literaturwissenschaften, der Sozial- und Kulturanthropologie, den Gender Studies, der Geschichtswissenschaft, hier insbesondere in der Kulturgeschichte, und teilweise in der Soziologie. Die britische Diskussion hat der Kulturwissenschaftler Stuart Hall erheblich beeinflusst, der sich in zahlreichen Aufsätzen mit britischer Identität, Postkolonialismus und Rassismus beschäftigt hat.[25] Ähnliches gilt für Paul Gilroy; sein Konzept des „Black Atlantic” hat ganz neu gelagerte Diskussionen zu hybriden Identitäten angeregt.[26] Viele der Forscher/innen im Bereich der Postcolonial Studies, gerade auch Stuart Hall, verbanden ihr wissenschaftliches Interesse mit einem Engagement in aktuellen politischen und gesellschaftlichen Diskursen. In jüngster Zeit beschäftigt sich die postkoloniale Kritik in Großbritannien beispielsweise mit dem Scheitern von multikulturellen Ansätzen in der Politik und dem Wiedererstarken neo-kolonialer, neo-imperialistischer Tendenzen.[27]
Außerdem stießen die Postcolonial Studies in verschiedenen wissenschaftlichen Feldern eine intensive Beschäftigung mit dem Thema des Rassismus an. Diese Diskussion ist mittlerweile um die lange vernachlässigte Auseinandersetzung mit der Dimension des „Weiß-Seins” ergänzt worden. Die Critical Whiteness Studies versuchen, Weiß-Sein als nicht-markierte Normalität und Identitätsproduktion kritisch zu analysieren.[28] Während in der angloamerikanischen Wissenschaftslandschaft sicherlich die intensivste Auseinandersetzung mit postkolonialen Ansätzen stattfand, wurden letztere auch in der lateinamerikanischen Forschung in verschiedensten Bereichen aufgenommen und weiterentwickelt.[29]
In der deutschen Wissenschaftslandschaft ist das Feld der Postcolonial Studies wesentlich weniger prominent und beginnt sich erst seit Ende der 1990er-Jahre auszubreiten. Hier hat die Forschungsrichtung zunächst in den Literaturwissenschaften Fuß gefasst, in den folgenden Jahren hat sie aber auch in den Kulturwissenschaften, der Anthropologie, der Genderforschung und zunehmend in der Geschichtswissenschaft einige Nischen gefunden.[30] In der Geschichtswissenschaft nehmen inzwischen nicht nur Studien zu kolonialen Themen, auf die im Folgenden noch genauer eingegangen wird, sondern beispielsweise auch Arbeiten zur Geschlechtergeschichte, zur Geschichte des Rassismus und der Migration verstärkt postkoloniale Ansätze auf.[31] Zudem konnten sich in Deutschland einige neue, von den Postcolonial Studies beeinflusste Forschungsrichtungen etablieren, so z.B. die Black German Studies, die der Unsichtbarkeit schwarzer Deutscher etwas entgegenzusetzen suchen, sowie seit Neuestem eine kritische Weißseinsforschung.[32]
In den 1950er- und 1960er-Jahren erlahmte weltweit das Interesse an der Kolonialgeschichtsschreibung, da im Zuge der fortschreitenden Dekolonisation vielen Forschern Kolonialismus als etwas Überholtes galt, mit dem man sich nicht mehr wissenschaftlich auseinanderzusetzen brauchte.[33] Die Analysen zu den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in den sich entkolonialisierenden Imperien und in den neuen, unabhängigen Staaten waren lange von soziologischen und politikwissenschaftlichen Debatten geprägt, die sich von modernisierungstheoretischen Ansätzen leiten ließen.[34] Hinzu kam ein wachsender Einfluss der Area Studies, der sich besonders nach 1945 in der US-amerikanischen Forschung beobachten lässt.[35] Diejenigen Regionalwissenschaften, die sich auf die dekolonisierten Regionen in Afrika und Asien konzentrierten, förderten wiederum das Interesse an einer außereuropäischen Geschichte der Region. Die Area Studies bezogen sich aber weniger auf koloniale Herrschaft und Kolonialismus, sondern vielmehr auf die Zeitspanne nach der Dekolonisation.[36]
Daneben stand weiterhin eine eher traditionelle Geschichtsschreibung zur Geschichte der Kolonialimperien bzw. der sich auflösenden Empires, die sich Themen wie kolonialen Strukturen, dem Aufbau kolonialer Verwaltungen, der wirtschaftlichen „Erschließung” von in Besitz genommenen Gebieten oder diplomatischen Verhandlungen widmete. Dies gilt besonders für die britische Forschungslandschaft, wo sich eine stark ausdifferenzierte Empire-Forschung sowie Arbeiten zu einzelnen britischen Kolonien finden.[37] In Frankreich entwickelte sich ebenfalls seit Beginn des 20. Jahrhunderts eine traditionelle histoire coloniale, die sich zumindest seit 1945 auch kritisch mit Imperialismus und Kolonialisierung auseinandersetzte, in der französischen Geschichtswissenschaft aber eher eine marginale Stellung innehatte.[38]
Unter dem Einfluss der Postcolonial Studies erneuerte sich seit Ende der 1980er-Jahre international das Interesse an kolonialen Kulturen und Gesellschaftsformen, nicht zuletzt weil modernisierungstheoretische Ansätze bei der Erklärung der dekolonisierten Gesellschaften in vieler Hinsicht an Grenzen stießen. Nun wurden Wechselbeziehungen zwischen Kolonie und Metropole in den Blick genommen und die kulturellen Auswirkungen von kolonialer Herrschaft nicht nur in den Kolonien, sondern auch in den europäischen Metropolen untersucht. Zu diesen Themen entstanden in der angloamerikanischen Forschungslandschaft zahlreiche Studien, die sich zunächst meist auf das britische Empire konzentrierten und die Interaktionen zwischen den ehemaligen Kolonien und Großbritannien zu analysieren suchten, bald aber auch andere Kolonialreiche miteinbezogen.[39] In Großbritannien entbrannte daraufhin eine Debatte über den Einfluss des Kolonialismus und des Empires auf die Kultur des Mutterlandes. Während Forscher/innen wie Catherine Hall, die explizit mit postkolonialen Ansätzen arbeiten, den Einfluss der Kolonien und die Verflechtungen zwischen (Ex)-Kolonien und Metropole in ihren Arbeiten stark in den Vordergrund rücken, gesteht z.B. Bernard Porter in seinem Buch zu den „Absent-minded imperialists” diesen Bezügen weitaus weniger Bedeutung zu.[40] Mittlerweile kann sich aber auch die traditionellere Empire-Forschung den neuen Einflüssen nicht mehr verschließen.[41]
Als sehr einflussreich für die weitere Kolonialgeschichtsschreibung erwies sich der programmatische Sammelband von Frederick Cooper und Ann Laura Stoler zu „Tensions of Empire” aus dem Jahr 1997, in dessen Beiträgen verflochtene Geschichten zwischen Kolonie und Metropole im englischen, französischen, belgischen und deutschen Kolonialreich analysiert und zahlreiche neue Themenfelder angesprochen wurden, so etwa Sexualität in Kolonialgesellschaften, Exklusions- und Inklusionsstrategien, kulturelle Transfers und Wechselbeziehungen zwischen Kolonisierten und Kolonisierenden sowie rassistische Abgrenzungen in den Kolonien und zwischen Kolonie und Metropole.[42]
Gerade dem Rassismus im Kolonialalltag und den immer umstrittenen Grenzlinien zwischen verschiedenen Ethnien in (post)kolonialen Gesellschaften widmeten sich nun neue Studien, ebenso der komplexen Konstruktion von Geschlechterdifferenzen, die sich oftmals mit rassistischen Abgrenzungen verwoben und die für die Suprematiediskurse der Kolonisierenden entscheidende Bedeutung gewannen.[43] Zahlreiche Arbeiten beziehen sich dabei auf die (Kolonial-)Geschichte Südafrikas, in der rassistische Abgrenzungen und die Regulierung der Sexualität im 20. Jahrhundert eine so einschneidende Rolle spielten.[44]
Das neue Interesse an der Kolonialgeschichte speiste sich keineswegs nur aus den Postcolonial Studies, sondern auch aus einem wachsenden Interesse an Globalgeschichte und an transnationalen Phänomenen. Diese Ansätze sind allerdings ihrerseits mit den Postcolonial Studies verbunden, vor allem insofern sie die Vorstellung einer verflochtenen Geschichte zwischen (vormals) kolonisierten Regionen und Europa teilen.[45] Sie konnten aber in der neueren Kolonialgeschichtsschreibung durchaus andere Impulse als die Postcolonial Studies setzen. In diesem Rahmen ist es nicht möglich, verschiedene Einflüsse ausführlicher zu diskutieren, hier sei lediglich erwähnt, dass man in der britischen Empire-Forschung seit einigen Jahren ein stärkeres Interesse an Netzwerken zwischen verschiedenen Kolonien sowie an transnationalen Entwicklungen beobachten kann – Ansätze, die vorher kaum berücksichtigt wurden.[46] Auch Wechselbeziehungen zwischen Imperien werden nun im Sinne einer transnationalen bzw. transkolonialen Geschichtsschreibung thematisiert und kontinentale Imperien in die Überlegungen zu imperialen und kolonialen Formationen und Kulturen einbezogen.[47]
Die Entwicklung in der deutschsprachigen Geschichtswissenschaft blieb von diesen Trends zunächst abgekoppelt. Hier stieß die Kolonialgeschichte bis Ende der 1990er-Jahre auf geringes Interesse. In den 1960er- und 1970er-Jahren erschienen in der Bundesrepublik zwar etliche bis heute wichtige Studien, die sich in sozialgeschichtlicher Perspektive mit den Herrschaftsverhältnissen und der wirtschaftlichen Entwicklung in verschiedenen deutschen Kolonien in Afrika befassen.[48] In der historischen Forschung der DDR entstanden unterdessen Arbeiten, die schon früh kritisch die Folgen deutscher Kolonialherrschaft analysierten.[49] Ungeachtet dieser einzelnen Studien erfuhr die Kolonialgeschichte im Vergleich zu vielen anderen Themenfeldern des 19. und 20. Jahrhunderts nur sehr wenig Aufmerksamkeit.
Zu einer Trendwende, die Ansätze der Postcolonial Studies in der deutschen Kolonialgeschichte verbreitete, trug der von Sara Friedrichsmeyer, Sara Lennox und Susanne Zantop herausgegebene Band zum Thema „The Imperialist Imagination” aus dem Jahr 1998 bei. Mit seinem neuen Fokus auf koloniale und imperiale Kulturen und Vorstellungswelten regte er kulturgeschichtlich geprägte Studien in der deutschen Kolonialgeschichte an.[50] Zu nennen ist außerdem der Sammelband von Sebastian Conrad und Shalini Randeria „Jenseits des Eurozentrismus” aus dem Jahr 2002, in dem die für die Geschichtswissenschaften einschlägigsten Texte aus den Postcolonial Studies für einen breiteren deutschen Leserkreis erschlossen wurden und der sich in weiteren Aufsätzen mit möglichen neuen Ansätzen in der deutschen (Kolonial-)Geschichte beschäftigte.[51]
Im letzten Jahrzehnt erschien nun eine Fülle von Studien, die sich sowohl mit der Geschichte der verschiedenen deutschen Kolonien als auch mit Herrschaftsformen, mit kolonialen Kulturen, Imaginationen und Sehnsüchten, mit zeitgenössischer Kolonialkritik, mit kolonialer Erinnerungskultur sowie dem Einfluss kolonialer Traditionen auf das Mutterland beschäftigen – auch jenseits der kurzen Zeitspanne des deutschen Kolonialunternehmens.[52]
![Postkarte Kolonial-Ehrenmal Bremen, errichtet 1932. Quelle: ©[http://www.freiburg-postkolonial.de/Seiten/Rez-2012-DerElefant-Bremen.htm Sammlung Joachim Zeller].](sites/default/files/import_images/1531.jpg)
Beispielhaft für diesen Forschungsaufschwung könnte man den 2003 von Birthe Kundrus herausgegebenen Sammelband „Phantasiereiche” nennen, der ausdrücklich versucht, eine neue Kulturgeschichte der deutschen Kolonien zu entwickeln, und koloniale Vereinigungen, koloniale Bilder in der Konsumwelt oder literarische Vorstellungswelten in den Blick nimmt.[53] Ein 2010 von Volker Langbehn herausgegebener Sammelband, der sich besonders der visuellen Kultur und den Formen der Erinnerung im deutschen Kolonialismus widmet, zeigt mit einem breiten Tableau an Beiträgen die mittlerweile große Vielschichtigkeit der deutschen Kolonialhistoriografie.[54] Größere Auseinandersetzungen mit der älteren Kolonialgeschichtsschreibung entstanden dabei in Deutschland kaum. Das Anliegen der Forscher war es eher, ein bislang kaum wahrgenommenes Forschungsfeld neu zu entdecken.
Andere von den neuen Ansätzen der Kolonialgeschichte angeregte Studien haben sich mit Geschlecht und Sexualität im Kontext der deutschen Kolonien beschäftigt. Die Konstruktionen afrikanischer Frauenbilder und „weißer Weiblichkeit” wurden hinterfragt und die Rolle weißer Frauen als „Kulturträger” in den Kolonien diskutiert.[55] Auch Kolonialskandale als Symptom der spezifischen klaustrophobischen Kolonialgesellschaft werden in jüngster Zeit untersucht.[56] Studien zu Männlichkeitskonstruktionen in Kolonialgesellschaften bleiben aber weiterhin rar.[57] Zu dem Themenbereich Geschlecht und Sexualität gehören auch die Untersuchungen zur Debatte um die sogenannten Mischehen in den deutschen Kolonien, also in der Regel Ehen zwischen europäischen Männern und indigenen Frauen. Der Diskurs um diese Ehen, der auf eine Regulierung von Sexualität in den Kolonien und auf eine Eindämmung des vermeintlich gefährlichen Anwachsens einer gemischt-ethnischen Kolonialgesellschaft zielte, gewann im Gegensatz zu der verschwindend geringen Zahl der tatsächlichen Mischehen eine erhebliche Bedeutung für die Diskussion um eine deutsche Identität im Kaiserreich. Diese Aspekte sind mittlerweile in der Forschung unter verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet worden, auch im Vergleich zu britischen Kolonien.[58] Da das deutsche Kolonialreich erst sehr spät und zu einer Zeit entstand, als die Biologisierung des Gesellschaftlichen in ganz Europa weit fortgeschritten und Rassismusdiskurse sehr dominant geworden waren, verbanden sich Aneignung und Verwaltung der deutschen Kolonien von Beginn an mit ausgeprägten rassistischen Vorstellungen. Auch diesen Aspekten beginnt sich die Forschung zu nähern.[59]
Mit diesen neuen Ansätzen in der deutschen Forschung rückte auch der Einfluss des deutschen Kolonialismus auf nationale Kultur und Selbstdefinitionen in den Vordergrund – ein Thema, das zuvor völlig randständig zu sein schien. Über die Beschäftigung mit kolonialem Konsum, kolonialen Bildern oder kolonialen Vereinen gelang es, die Kolonien trotz ihrer kurzen Geschichte als Orte kolonialer Imagination zu erforschen und deren Rolle im nationalen Selbstverständnis der Deutschen zu analysieren. Gerade die mit den Kolonien verbundenen Weltgeltungsansprüche des Deutschen Kaiserreichs und der ausgeprägte Wunsch nach Kolonien, der in Deutschland noch lange nach dem Verlust des Kolonialreichs durch den Ersten Weltkrieg fortbestand, wurden als Elemente des deutschen Selbstverständnisses identifiziert.[60] Diese neuen Interpretationen blieben jedoch in der deutschen Geschichtsschreibung umstritten, und so schätzen viele Historiker den tatsächlichen Einfluss der kolonialen oder im weiteren Sinn globalen Aspekte auf die Entwicklung des Kaiserreichs weiterhin als marginal ein.[61]
Durch die neuen kulturgeschichtlichen Ansätze erfuhr auch die Zeit der Weimarer Republik, die von einem nachhaltigen Kolonialrevisionismus geprägt war, in der Kolonialhistoriografie verstärkte Aufmerksamkeit. Koloniale Konzepte erwiesen sich als bedeutend für die Selbstdefinitionen dieser Epoche;[62] die damals sehr präsenten kolonialen Vorstellungswelten in Bildern, Filmen und der zeitgenössischen Literatur werden mittlerweile ebenfalls genauer untersucht.[63] Formen kolonialer Wissensproduktion und koloniale Institutionen, die oftmals vom Ende des Kaiserreichs bis weit in die Weimarer Zeit hinein bestanden, erfreuen sich ebenfalls größerer Aufmerksamkeit.[64]
Ein weiteres Thema intensiver Diskussion in der deutschen Historiografie sind mögliche Verbindungslinien zwischen dem deutschen Kolonialismus und Nationalsozialismus. Diese Diskussion hat im letzten Jahrzehnt vor allem in Bezug auf den Herero- und Nama-Krieg in Deutsch-Südwestafrika Forschungskontroversen entfacht. Der von Jürgen Zimmerer und Joachim Zeller 2003 herausgegebene Sammelband „Völkermord in Deutsch-Südwestafrika” holte den in der Historiografie lange weitgehend vergessenen Krieg in die aktuelle Debatte zurück. Beide Forscher bewerteten ihn dezidiert als Genozid.[65] Wirkungen und Folgen des Herero- und Nama-Kriegs wurden nun verstärkt diskutiert, wobei die Forschung sich auch mit der ambivalenten Erinnerungskultur in Deutschland und Namibia auseinandersetzte.[66] Die wissenschaftliche Diskussion fokussierte in den letzten Jahren dann auf die von Jürgen Zimmerer und Benjamin Madley vertretene These, dass direkte Verbindungslinien zwischen dem Genozid an den Herero und dem Holocaust zu ziehen seien: Der genozidale Vernichtungskrieg in Deutsch-Südwestafrika sei als erster Tabubruch und Vorläufer des Holocaust zu interpretieren.[67] Andere Historiker/innen, wie Birthe Kundrus und Pascal Grosse, haben diesen engen kausalen Nexus kritisiert und stärker auf die Unterschiede zwischen der Kolonialherrschaft in Afrika und der rassistischen Politik im Nationalsozialismus hingewiesen.[68] Aber nicht nur der Herero- und Nama-Krieg, auch andere Kolonialkriege wie der Maji-Maji-Krieg in Ostafrika oder der Erste Weltkrieg in den deutschen Kolonien, die über lange Jahre vergessen schienen, finden in der Geschichtsschreibung mittlerweile Aufmerksamkeit.[69] Wie sehr diese Themen in den Vordergrund gerückt sind, mag man beispielsweise daran sehen, dass die amerikanische Historikerin Isabel Hull in ihrer viel beachteten Studie „Absolute Destruction” gerade den Herero- und Nama-Krieg an den Anfang ihrer Argumentation über die Besonderheit deutscher Militärkultur gestellt hat.[70]
Angeregt von postkolonialen Fragestellungen entstand schließlich ein Interesse an kolonialen Erinnerungskulturen und an Spuren des Kolonialismus in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Mittlerweile haben zahlreiche Arbeiten und Sammelbände versucht, deutsche Kolonialvergangenheit an verschiedensten Erinnerungsorten und in der Geschichte unterschiedlicher Institutionen aufzuspüren und den teilweise höchst problematischen Umgang mit diesen Orten kritisch zu hinterfragen.[71] In diesem Zusammenhang müssen die verschiedenen Jahrestage des deutschen Kolonialengagements genannt werden, an die in einer Vielzahl von Veranstaltungen und Ausstellungen erinnert wurde, vor allem an den 100. Jahrestag des Herero-Kriegs 2004. Die Debatten brachten wiederum Diskussionen mit Vertretern aus den ehemaligen deutschen Kolonien in Afrika mit sich, die eine neue Auseinandersetzung mit der deutschen Kolonialvergangenheit in ihren Ländern forderten.[72] Gleichzeitig entstanden nun auch Arbeiten über Afrikaner und koloniale Konstruktionen Afrikas in der Alltagskultur Deutschlands im 20. Jahrhundert – Themen, die zuvor gar nicht wahrgenommen worden waren.[73]
Längst nicht alle genannten Arbeiten der neueren Kolonialgeschichte stützen sich explizit auf postkoloniale Ansätze, sie sind aber doch meist von den durch sie angestoßenen Diskussionen beeinflusst: So nehmen die Studien verstärkt kulturgeschichtliche Aspekte auf, beziehen Verflechtungen zwischen Kolonien und Mutterland ein oder versuchen, Einflüsse von kolonialen Strukturen, Diskursen und Vorstellungen in der deutschen Gesellschaft zu zeigen. Dies gilt auch für Untersuchungen der Kolonialkriege und ihre Einbindung in die deutsche Geschichte: Jürgen Zimmerer nannte seinen Ansatz explizit eine „postkoloniale Perspektive” auf den Nationalsozialismus.[74]
Zahlreiche andere Strömungen beeinflussen die neuere Kolonialgeschichte ebenfalls, so das Nachdenken über Räume und Territorialität in der Geschichte. Als äußerst wichtiges Moment erweist sich genau wie in der angloamerikanischen Forschung auch in Deutschland die zunehmende Aufmerksamkeit gegenüber globaler und transnationaler Geschichte, die von einem außerwissenschaftlichen Interesse an den immer weitergehenden globalen Vernetzungen der Gegenwart befördert wird.[75] Die deutsche Kolonialforschung arbeitet zudem nun öfter vergleichend, ordnet das deutsche Kolonialunternehmen in imperiale Kontexte ein und berücksichtigt transnationale und transkoloniale Entwicklungen.[76]
Trotz der vielen Arbeiten, die zur deutschen Kolonialgeschichte in der letzten Dekade erschienen sind, bestehen in dem relativ neuen Forschungsfeld noch Lücken: Während zu bestimmten Themen oder Kolonien eine reichhaltige Literatur vorliegt, gerade zu Deutsch-Südwestafrika und dem Herero- und Nama-Krieg, sind andere Orte des deutschen Kolonialreichs wie Kamerun, Togo, China und die Südseekolonien deutlich unterrepräsentiert; viele Themenbereiche harren noch einer gründlichen Erforschung. Eine bewusste Verknüpfung der neuen historischen Forschungen zum Kolonialismus mit den von den Postcolonial Studies beeinflussten Ansätzen in anderen Bereichen der deutschen Wissenschaftslandschaft , also insbesondere den Literatur- und Kulturwissenschaften, ist bis jetzt fast völlig ausgeblieben. Da sich die letztgenannten Fachrichtungen oftmals auch mit aktuellen Fragen etwa zu Multikulturalismus und Rassismus beschäftigen, würde eine engere Verbindung gerade den Forschungen zur bundesdeutschen Zeitgeschichte neue Perspektiven eröffnen. Insgesamt bleiben der Forschung zur Kolonialgeschichte so auch in Zukunft noch reiche Betätigungsfelder.
↑ Beispielsweise der vergleichende Band zu Kolonialkriegen: Thoralf Klein/Frank Schumacher (Hrsg.), Kolonialkriege. Militärische Gewalt im Zeichen des Imperialismus, Hamburg 2006, oder Arbeiten, die britische und deutsche Kolonien mit transnationalen und verflechtungsgeschichtlichen Ansätzen in den Blick nehmen: Ulrike Lindner, Transnational Movements Between Colonial Empires: Migrant Workers from the British Cape Colony in the German Diamond Town Lüderitzbucht, in: European Review of History 16 (2009), S. 679-696; Ulrike Lindner: Koloniale Begegnungen. Großbritannien und Deutschland als europäische Imperialmächte in Afrika vor dem Ersten Weltkrieg. Unveröff. Habilitationsschrift, München August 2009.
Bill Ashcroft, Gareth Griffiths, Helen Tiffin, Post-Colonial Studies. The Key Concepts, 2. Auflage. Routledge Chapman & Hall, New York, London 2005, ISBN 9780415428552.
Homi K. Bhabha, The Location of Culture, Routledge Chapman & Hall, London 1994, ISBN 9780415016353.
Sebastian Conrad, Deutsche Kolonialgeschichte, Beck, München 2008, ISBN 9783406562488.
Robert Young, Postcolonialism. An Historical Introduction, Blackwell, Oxford 2001, ISBN 9780631200710.
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