Social engineering

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Thomas Etzemüller, Social Engineering
Version: 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 11.02.2010, http://docupedia.de/zg/Social_engineering
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Cornelis van Esterens Beitrag zum „Linden-Wettbewerb“ in Berlin, 1925  (aus: Franziska Bollerey [Hg.], Urbanismus zwischen de Stijl und C.I.A.M., Braunschweig, Wiesbaden 1999, S. 68)
Cornelis van Esterens Beitrag zum „Linden-Wettbewerb“ in Berlin, 1925 (aus: Franziska Bollerey [Hg.], Urbanismus zwischen de Stijl und C.I.A.M., Braunschweig, Wiesbaden 1999, S. 68)
Social Engineering

Social engineering soll als transnationaler, Disziplinen übergreifender Versuch verstanden werden, gegen die vermeintlich zersetzenden Kräfte der industriellen Moderne mit künstlichen Mitteln eine verlorene natürliche Ordnung der Gesellschaft wieder zu erschaffen, indem man eine alle gesellschaftlichen Bereiche durchdringende, vernünftige soziale Ordnung entwarf. Diese Ordnung sollte vor allem auf einer Art Mesoebene geschaffen werden, also weder durch spektakuläre Großprojekte noch durch den Zugriff auf einzelne Individuen. Es sollten sozialökologische Umwelten gestaltet werden, um durch das Habitat Menschengruppen zu veranlassen, ihre sozialen Beziehungen in Form einer „Gemeinschaft" zu rekonfigurieren.

Ein weitgehend unbestimmter Begriff

Der Begriff social engineering ist zwar durchaus geläufig, allerdings vollständig unbestimmt. Er lässt sich beispielsweise als „zielgruppengerechte Ansprache" übersetzen[1] oder für die Bezeichnung einer idealen Beziehung zwischen Kapital und Arbeit nutzen.[2] Präzisiert man social engineering provisorisch mit dem Begriff der „Sozialtechnologie", so stößt man auf eine Reihe verwandter Begriffe: „Sozialtechnik" (1881), „Social Control" (1890), „Soziomechanik" (1905), „Human Efficiency" (1911), „Vitaltechnik" (1926), „Social Planning" (1932), „Political Science Engineering" (1937), „Anthropological Engineering" (1942), „Psycho-Politik" (1947), „Ergonomics" (1949), „Soziale Kybernetik" (1965) oder „Soziotechnologische Systemgestaltung" (1973).[3]

Häufig dient der Philosoph Karl R. Popper als Referenz. Er unterschied zwischen einem „piecemeal social engineering" und einem „utopian social engineering". Letzteres sei gefährlich, weil es einen dogmatisch zu befolgenden Plan zur Erlangung eines ideologisch fixierten Ziels entwerfe und sich zu radikalisieren drohe. Ersteres sei rational, weil es mit Hilfe von Planung reflektiert und schrittweise gesellschaftliche Missstände abstellen wolle, immer bereit, sich veränderten Gegebenheiten anzupassen.[4] Diese dezidiert gemäßigte Vorstellung von social engineering findet man oft in den Quellen, doch das präzisiert das Phänomen noch nicht hinreichend. Wenig hilfreich ist auch der Versuch, ahistorisch ein „sauberes" gegen ein „dunkles" social engineering abgrenzen zu wollen.[5] Von wenigen Ausnahmen abgesehen,[6] nutzen zahlreiche Forschungsarbeiten den Begriff ebenfalls eher unspezifisch. Eine Diskussion zur Präzisierung des Begriffs hat bislang nicht stattgefunden. Er wird von Autor/innen unterschiedlicher Forschungsfelder jeweils fallweise und inhaltlich sehr heterogen genutzt.[7]

Es ist deshalb sinnvoll, den Begriff zu umreißen, indem Quellenbefunde in einen systematischen Katalog überführt werden. Anschließend muss er durch eingehende empirische Untersuchungen konkretisiert werden. Das Problem ist, dass der Begriff social engineering keine reale Entität bezeichnet, sondern eine Formation, die sowohl diskursiv als auch eine Haltung von Experten zur Welt ist. Deshalb ist der Begriff nicht präzise definierbar, sondern dient als Markierung für eine chamäleonartige Gestalt, die gleichwohl von anderen Formationen abgrenz- und beschreibbar ist.[8]

Präzisierung des Begriffs

Ausgangspunkt ist die These, dass das social engineering nur in einer spezifischen Phase der neueren Geschichte seine Wirkmächtigkeit entfalten konnte, nämlich zwischen dem Ersten Weltkrieg und den 1960er-Jahren. Seine Vorläufer reichen bis ins späte 19. Jahrhundert zurück, als die Industrialisierung erhebliche Veränderungen und Verwerfungen der sozialen und politischen Beziehungen mit sich brachte, die entstehenden Natur- und Ingenieurswissenschaften aber eine technokratische Antwort auf diese Herausforderungen zu erlauben schienen. Das social engineering entstand als ein Versuch neben anderen, die Folgen der Moderne zu bewältigen, indem die sozialen Beziehungen in Form einer Gemeinschaft restabilisiert werden sollten, um die vermeintlich drohende Desintegration der Gesellschaft abzuwenden. Weltanschauung und technokratisches Denken waren im social engineering also eng verflochten. Technische Lösungen zielten stets auf eine spezifische Neuordnung der sozialen Beziehungen.

Da die Herausforderungen zumindest in der westlichen Welt als ähnlich wahrgenommen wurden, ist auch das social engineering als eine transnational übergreifende Antwort zu beobachten. Es hatte seine Hochphase nach dem Ersten Weltkrieg, als zum einen die sozialen Probleme als besonders drängend erschienen, zum anderen der Krieg aber als Laboratorium für Modelle der technokratischen Steuerung ganzer Gesellschaften gedient hatte. In den 1960er-Jahren verlor die weltanschauliche Grundlage des social engineering rapide an Überzeugungskraft. Hauptgrund hierfür dürfte die Entstehung der modernen westlichen Konsum- und Wegwerfgesellschaft gewesen sein. Trotz heftiger Konflikte in den 1950er- bis 1970er-Jahren um „abweichende" Lebensstile machten die weitaus meisten Menschen die handgreifliche Erfahrung, dass die zunehmende Pluralisierung der Gesellschaft nicht mit sozialer Desintegration einherging. Im Einklang mit der „Wertewandelsgesellschaft" der 1970er-Jahre setzten junge Experten zudem auf eine „Emanzipation" von Individuen. In der Wissenschaft gewannen kybernetisch-systemtheoretische Beschreibungsmodelle an Gewicht; die Probleme der „Dritten Welt" wiederum erforderten neuartige, globale sozial-ökologische Lösungsstrategien. Die Panik vor einer drohenden Desintegration verlor also alle Plausibilität, und die Sehnsucht nach organisch-kollektiven Gemeinschaften war für „emanzipierte" Individuen nicht mehr attraktiv. Die sozialen Beziehungen wurden mit anderen Konzepten rekonfiguriert. Reflektierende, aufgeklärte Individuen sollten sich kraft Vernunft und Verantwortungsgefühl zu Gemeinschaften zusammenschließen, um gemeinsam die Gesellschaft zu reformieren oder gar das „Raumschiff Erde" zu retten.

Natürlich gab es weiterhin Experten, und auch die rhetorischen und technischen Komponenten des social engineering überlebten. Doch fand die Bedeutung der Experten ein Gegengewicht in Laien, die sich zu Experten ausbildeten (zum Beispiel in Bürgerinitiativen), zum anderen waren technokratische Zugriffe auf die soziale Ordnung seit den 1970er-Jahren eben in einen ganz anderen weltanschaulichen Kontext eingeordnet. Wenn es ein Erbe des social engineering in der „Postmoderne" gibt, dann ist es die Verfeinerung von Technologien, die Menschen zu einem bestimmten Verhalten konditionieren soll. Sollten sie sich unter dem Regime des social engineering zu organischen Gemeinschaften zusammenschließen, sollen sie sich heute – sehr überspitzt gesagt – zu „Ich-AGs" modellieren. Der Zugriff ist damit vielleicht noch totaler, zugleich aber noch antitotalitärer, pluralistischer geworden.[9]

Doch auch innerhalb dieser Hochphase ist nicht jeder technokratische oder ordnungspolitische Ansatz als social engineering zu bezeichnen. Social engineering war mehr als die Planung von gigantischen Großprojekten, das „scientific management" in Industriebetrieben, die verbreitete Sehnsucht nach sozialer Ordnung, die „Verwissenschaftlichung des Sozialen" (Lutz Raphael) oder der allgemeine Glaube an die Segnungen der Technik. All das zeichnete das social engineering auch aus. Es ist jedoch sinnvoll, den Begriff für ein Ensemble von Elementen zu verwenden, die für sich genommen in ganz unterschiedlichen Kontexten auftauchen konnten, die aber in ihrer Kombination ein spezifisches Dispositiv bildeten: Die Kombination (sozial-)technologischer Lösungen, einer spezifischen Vorstellung von der sozialen Ordnung sowie eines dezidierten Gestaltungsimperativs. Folgende Elemente sind zu nennen:

1. Die Akteure des social engineering waren Experten. Die neuartige gesellschaftliche Dynamik des 19. Jahrhunderts erforderte Spezialisten, die ausgebildet waren, Prozesse und systemische Zusammenhänge zu erkennen, diese als Problem zu analysieren und dann rationale Lösungswege in die Zukunft hinein zu entwerfen. Solche Experten gelangten um die Jahrhundertwende zu immer größerem gesellschaftspolitischen Einfluss, weil sie nicht nur Probleme lösten, sondern die Organisation der Gesellschaft deuteten.

2. Diese Deutung nahm eine besondere Form an. Ferdinand Tönnies hat die Dichotomie von organischer, integrierter, harmonischer Gemeinschaft und atomisierter, mechanistischer Gesellschaft pointiert. Diese Unterscheidung ist auch für die Experten des social engineering paradigmatisch geworden. Für sie verwandelte die Moderne die Gemeinschaft zunehmend in eine Gesellschaft, die in ihre Einzelteile zu zerfallen drohte. Der Natur gemäß schienen dagegen „organische" Gemeinschaften, die gegen die Moderne künstlich wieder hergestellt werden sollten – paradoxerweise mit Hilfe der technischen Mittel, die eben diese Moderne erst hervorgebracht hatte. Deshalb auch radikalisierte sich das social engineering parallel zur Biologisierung des gesellschaftspolitischen Denkens, weil es galt, vermeintlich „krankes" Gewebe aus dem Organismus herauszuschneiden, um den „Volkskörper" von den negativen Einflüssen der Moderne „heilen" zu können.

3. Die Gegenwart wurde auf eine bestimmte Weise wahrgenommen, nämlich als Krise, die sich in die Zukunft hinein dramatisch verschärfen werde. Allerdings begriffen Sozialingenieure die Krise – und das unterschied sie von einem simplen Kulturpessimismus – immer als Krisis, als Punkt der fälligen Entscheidung. Der Weg in die errechnete Zukunft war offen, er konnte nach oben oder abwärts führen, je nachdem, wie man sich entschied.

4. Daraus folgt, dass Nichthandeln für Experten keine Option war. Die drohende Destruktion erzwang Handlung. Daraus konnten Experten die Pflicht zur Intervention ableiten. Sie glaubten sich aufgrund ihrer Prognosen geradezu gezwungen, Lösungswege zu entwerfen und sie den entscheidenden gesellschaftspolitischen Institutionen zu implementieren. Aus dieser Selbstermächtigung heraus versuchten sie, in die Gesellschaftspolitik der jeweiligen Regierungen einzugreifen. Das wurde ihnen grundsätzlich erleichtert, denn die Politik brauchte Daten und Handlungskonzepte, um die extensiven sozialgestalterischen Visionen der 1930er-Jahre umsetzen zu können. In Deutschland eröffnete die Symbiose von Politik und Wissenschaft den Experten nach 1933 Handlungsmöglichkeiten, die ihnen in demokratischen Regimen verwehrt blieben.

5. Wichtig war der Bezug auf die Realität. Sie, und nicht ideologische Setzungen oder metaphysische Annahmen, galt Sozialingenieuren als Legitimationsbasis für die Ordnung der Gesellschaft. Das bedeutete, dass sie akribisch die Wirklichkeit danach absuchten, was die Natur an vermeintlich „vernünftigen" Ordnungsmodellen bereithielt. Diese durch die industrielle Massengesellschaft und liberalistische Weltanschauung angeblich verschütteten Keime organischer Gemeinschaften sollten freigelegt und gestärkt werden. Dass Sozialingenieure sich strikt realitätsbezogen, antimetaphysisch und antiideologisch gaben, ist der blinde Fleck ihrer Selbstwahrnehmung, der sich ihnen nicht einmal 1945 aufhellte. Sie waren auch weiterhin der Meinung, dass sie der Natur durch eine Handreichung zu ihrem Recht verhelfen sollten.

6. Sozialingenieure verordneten nicht, sie setzten auf Lernprozesse. In aufwendigen Untersuchungen erhoben sie die materiellen und geistigen Bedürfnisse der Menschen und überführten sie in Normalverteilungskurven, die zur Grundlage der Interventionen gemacht wurden. „Normal" war dabei nicht die statistische Mehrheit, sondern das, was der Natur entsprach; diese „Normalität" wiederum wurde nicht als starre Norm begriffen, sondern als eine flexible Zone möglicher Verhaltensweisen. Problematisch waren Menschen, die sich außerhalb dieser Zone ansiedelten. Sie mussten durch Experten gelehrt werden, sich selbst so zu konditionieren, dass sie sich „normal" verhielten. Grundsätzlich schrieben Sozialingenieure deshalb nicht Gesetze und Disziplinarordnungen, sondern Ratgeber. Sie setzten auf die Macht der Einsicht in die Vernunft und deren Training in Ausstellungen, durch Bildbände, in Diskussionszirkeln, durch Kontrollbesuche oder durch das Erleben bereits erfolgreich realisierter Projekte; also durch die Macht der Anschauung und der Überzeugung. So sollten die Individuen ganz zwanglos die Grenzen der „Normalität" gegen die Risikozonen verteidigen. Diese Grenze wurde freilich beständig verschoben. Dynamik und Kontingenz sollten nicht stillgestellt, sondern kontrolliert gesteuert werden, um sie auf diese Weise beherrschen zu können.

7. Zygmunt Bauman hat den Begriff der „ambivalenten Moderne" geprägt. Weil die Welt mit der Industrialisierung vieldeutig geworden sei, habe man klassifiziert und geordnet, um der Welt wieder eine Struktur zu geben und „Ambivalenz auszulöschen: eine Anstrengung genau zu definieren – und alles zu unterdrücken oder zu eliminieren, was nicht genau definiert werden konnte oder wollte".[10] Der Staat wurde zum „Gärtner", der „die Bevölkerung [unterteilte] in nützliche Pflanzen, die sorgsam zu kräftigen und fortzupflanzen waren, und Unkraut – das entfernt oder samt Wurzeln herausgerissen werden musste".[11] Extremfall dieser Weltsicht, aber durchaus keine Anomalie sei der Holocaust gewesen.

Diese Perspektive verstellt mit ihrer suggestiven Metaphorik den Blick für die Tatsache, dass das social engineering nicht automatisch auf eine Radikalisierung der Biopolitik hinauslief, das heißt auf die Massenvernichtung von Menschen im „Dritten Reich". Die wäre ohne das social engineering kaum denkbar gewesen, ohne die immer wieder propagierte Grenze zwischen „kranken" und „gesunden" Teilen der Bevölkerung. Es ist jedoch genau zu untersuchen, was die „Gärtner" der unterschiedlichen Nationen tatsächlich als Unkraut empfanden. In Schweden beispielsweise setzten Experten und Politik dezidiert auf die Inklusion von Menschen, nur einen „Bodensatz" hartnäckiger Verweigerer wollten sie durch Sterilisierungen eliminiert sehen.

Der Blick allein auf die deutsche Geschichte verzerrt das Bild. Tatsächlich setzte das social engineering im 20. Jahrhundert tendenziell eher auf das „Hegen" als das „Jäten", also auf eine positiv verstandene Biopolitik. Das macht normalisierende Sozialingenieure nicht sympathischer, aber interessanter für eine Analyse von Machttechniken. Denn wer erfolgreich die Evidenz zwingender „Vernunft" erzeugen kann, dem stehen elaboriertere Techniken zur Verfügung, die Lebenspraxis von Menschen zu regulieren, ohne sie vernichten, unterdrücken oder auch nur disziplinieren zu müssen. Das social engineering war also tendenziell total, was seinen erfassenden und steuernden Anspruch betraf, nicht aber notwendig totalitär.

Plausibilisierung des Begriffs

Dieser Ansatz muss durch detaillierte empirische Arbeiten jeweils konkret beschrieben werden, um Plausibilität zu gewinnen. Ich kann die Richtung solcher Arbeiten hier am Beispiel des Wohnens nur andeuten.[12]

Auch wenn das social engineering seine größte Wirkmächtigkeit in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte, gibt es eine lange Tradition, Wohnen und soziale Ordnung auf komplexe Weise zu koppeln. Thomas Morus beispielsweise beschrieb sein „Utopia" (1516) als einen baulich und sozial durchstrukturierten Raum. Die 54 Planstädte hatten dasselbe Aussehen, die Häuser ließen keine Privatsphäre zu, die Kleidung war funktional und uniform, unterschied aber Sozialgruppen. Die Menschen zeichneten sich durch Produktivität aus, selbst Freizeit nutzten sie zur Bildung. Auch in Tommaso Campanellas „Sonnenstaat" (1602), einem ähnlich berühmten utopischen Gesellschaftsentwurf, war der gebaute Raum Voraussetzung einer vernünftigen Sozialordnung. In beiden Utopien wurde eine Solidargemeinschaft „neuer Menschen" entworfen.

Nicht anders sieht es gut zwei Jahrhunderte später beim Unternehmer und Frühsozialisten Robert Owen aus.[13] Der wollte kleine Gemeinschaften von 500 bis 2000 Personen in viereckigen Wohnanlagen situieren. Auch er setzte auf funktionale, unprätentiöse Kleidung, auf die Nutzung der Freizeit zur geistigen Vervollkommnung, vor allem jedoch auf die umsichtige, kollektive Ausbildung der Kinder. Die vernünftige Ordnung würde nicht von selbst entstehen, so Owen. Die Menschen müssten lernen, kollektiv zu leben, erst dann rücke der gerecht regierte Staat in greifbare Nähe. In ländlichen Genossenschaften wollte Owen deshalb eine standes-, partei- und glaubensübergreifende Gemeinschaft einsichtiger Menschen formen, als Kern der zukünftigen „höheren Gesellschaft".[14] Das war zwar ebenfalls ein Gegenentwurf zur bestehenden Gesellschaft, im Gegensatz zu dezidierten Utopien sollte er jedoch verwirklicht werden.[15]

Immer wieder stößt man auf die Vorstellung von und die Suche nach einer idealen Gemeinschaft, sei es in den Sümpfen Floridas, wo Walt Disney die „Experimental Prototype Community of Tomorrow" realisieren wollte („Waltopia"),[16] oder in den nordindischen Bergen, wo Ralph Bircher mit den Hunsa den idealen Gegenentwurf zur westlichen Zivilisation gefunden zu haben meinte: ein angeblich radikal hygienisches und moralisch, sozial wie physisch restlos gesundes Volk, das sich erbhygienisch durch Selbstzüchtung reingehalten habe.[17]

Für die meisten dieser Gegenentwürfe ist der bewohnte Raum zentral gewesen. Über den Wohnraum ließen sich Gemeinschaften organisieren, umgekehrt drohte aber ein sich zersetzender Raum die Gemeinschaft zu zerstören, wie soziologische Untersuchungen der Industriestädte des 19. und 20. Jahrhunderts auf drastische Weise zeigten, indem sie eine immer umfangreichere Schadenskartierung, eine präzise Aufnahme aller die Gemeinschaft zersetzenden Faktoren anfertigten.[18] Solche Studien legitimierten umfangreiche Sanierungsprogramme, die im Nationalsozialismus brutale Formen annehmen konnten,[19] meist aber nur einen radikalen Reformwillen zeitigten.

Wenn man eine knappe Genealogie entwerfen will, so muss man mit Ebenezer Howards Plan einer „Gartenstadt" beginnen, dann folgen die amerikanischen „Greenbelt Towns", die „New Towns" in Großbritannien, die „ABC-Vororte" in Schweden und Finnland, die deutsche „gegliederte und aufgelockerte Stadt" und Oscar Niemeyers Großentwurf Brasilia. Das sind zwar sehr unterschiedliche Stadtplanungsentwürfe mit je verschiedenen ideologischen und technologischen Hintergründen. Doch ob es sich nun um diagrammartige Planungen wie bei Howard oder „organisch" in die Landschaft eingepasste Siedlungen wie bei Hans Bernhard Reichow handelte, um alternative Siedlungen oder bestehende Stadtkerne entlastende New Towns bzw. ABC-Vororte: In allen Fällen sollten die kartierten Verwerfungen der Großstädte aufgehoben werden, indem man den gebauten Raum umgestaltete.

Oft wurde dabei die Natur mit ihrer organischen, zellulären Struktur als Vorbild angeführt, um amorphe Menschenmassen im zonierten Raum anzuordnen und als Gemeinschaft neu zu strukturieren. Industrie, Handel, Wohnbereiche und Gemeinschaftseinrichtungen wurden von den Stadtplanern funktional getrennt, zugleich aber in kleinen Einheiten zusammengefasst. Die Siedlungen sollten für die Menschen überschaubar bleiben. Wohnen in einer gesunden, grünen Umgebung, kurze Wege zur Arbeit und das soziale Leben in Gemeinschaftseinrichtungen sollten die vermeintlich integrierte dörfliche Sozialgemeinschaft der Vormoderne wieder aufleben lassen.[20] Unklar blieb die ideale Größe derartiger Habitate. Die geschätzten oder durch Untersuchungen erhärteten Zahlen reichten von 5000 bis 30.000, bei Le Corbusier sogar bis zu mehreren hunderttausend Einwohnern. Entscheidend war, dass das Habitat eine Balance stabilisierte, die durch die soziale Dynamik der Moderne angeblich verloren gegangen war.

Homolog zur Siedlungsgemeinschaft sollten Familiengemeinschaften oder Werksgemeinschaften aufgebaut werden. Die funktionalistische Wohnung beispielsweise sollte durch räumliche Differenzierung unerwünschte Verhaltensweisen verhindern, etwa die als moralisch und hygienisch problematisch angesehene Vermischung von Schlafen, Kochen und Körperhygiene. Lebten früher alle Generationen der Familie tagsüber wie nachts in einer großen Wohnküche, so sollten in der modernen Wohnung jeder Tätigkeit und jeder Person prinzipiell ein separierter Raum zugewiesen werden. In der Mikroküche durften die Kinder nicht stören, dafür stand ihnen eine Spielecke als Freiraum zu. Der Mann war tagsüber auf der Arbeit abwesend, die Frau konnte nach einem genauen Zeitplan ungestört von Raum zu Raum die anstehende Hausarbeit erledigen. Abends traf sich die Familie gesellig im Wohnzimmer, um die Nacht nach Generationen (Eltern/Kinder) bzw. Geschlechtern (Söhne/Töchter) getrennt zu verbringen.

Zugleich lehrte der Raum seine Bewohner/innen, das eigene Leben zu rationalisieren. Wenn Flur, Wohn-, Schlafzimmer und Küche separierte Räumlichkeiten waren, mussten die Bewohner/innen automatisch ihr Alltagsverhalten differenzieren. Wenn die Häuser so ausgerichtet waren, dass die Küche morgens, das Wohnzimmer abends Sonnenlicht erhielt, wurden Geschlechterrollen festgeschrieben. Wenn die Küche extrem reduziert (und mechanisiert) wurde, war Ressourcenvergeudung durch unnötige Wege und Handgriffe geradezu automatisch unmöglich. Und genau das charakterisiert das social engineering. Es verordnete nicht, sondern es legte Verhaltensweisen nahe. Wenn in einer winzigen, differenzierten Wohnung jeder Handgriff sitzen konnte und musste, schrieb sich „modernes" rationales, effizientes Verhalten buchstäblich in die Körper der Menschen, in ihren Habitus ein. Rationales Leben aber versprach, die Arbeitsbelastung (vor allem der Hausfrau) und damit familiäre emotionale Konflikte zu reduzieren. Die stabilisierten Familien wiederum würden die jeweiligen Nachbarschaften und nationalen (Volks-)Gemeinschaften stärken. In unzähligen Texten der Sozialingenieure entstand so in der Küche die Symbiose zwischen Frau und Technik, in der Familie die Kameradschaft der Ehepartner und Kinder, im Betrieb die Gemeinschaft der Arbeitnehmer/innen, in den Städten die Nachbarschaften und im Raum ein balanciertes Gefüge von Siedlungen und Verkehrsflüssen: homolog von der Küche zur Nation sich hochschichtenden Gemeinschaften, bestehend aus durch den strukturierten Raum und rationalisierte Lebenspraktiken vergemeinschafteten Individuen.

Social engineering – eine vielschichtige Formation

Diese Skizze darf nicht verdecken, dass Akteure, Professionen, Sprache, Intentionen, politische Hintergründe und verwirklichte Projekte nicht deckungsgleich waren. Das social engineering war niemals eine homogene Entität. Es gab erhebliche Differenzen zwischen Experten unterschiedlicher Professionen und Länder. Erfolge und besonders Fehlschläge führten, im Laufe der Zeit, zu Verschiebungen von Praktiken und Weltwahrnehmungen; zwischen Howards Gartenstadt und Brasilia lagen technologische und weltanschauliche Welten; und es müsste geklärt werden, ob beispielsweise das große Siedlungsprojekt im Mezzogiorno mit dem Tennesse Valley Project, den britischen Neighbourhood Communities, den amerikanischen Greenbelt Towns und den schwedischen Kollektivhäusern über einen Kamm geschoren werden darf.[21] Es ist deshalb sinnvoll, das social engineering nicht als eine klar umrissene Entität zu verstehen und dann zu diskutieren, welche Akteure oder Entwürfe ihm vollständig oder ansatzweise oder noch nicht oder schon zugerechnet werden können. Das social engineering sollte vielmehr als eine vielschichtige Formation gedacht werden, ähnlich mehrerer Folien, die übereinandergelegt werden:

  • die Kontinuität utopischen Denkens von Morus bis Reichow, das sich über Rezeptionsprozesse tradierte;
  • spezifische Techniken, die seit dem 18. Jahrhundert entwickelt und verfeinert wurden;
  • eine eigentümliche Weltsicht, die sich als grundlegende Denkstruktur über Brüche, Verschiebungen, nationale und professionelle Grenzen hinweg bis in die 1960er-Jahre als stabil erwies;
  • eine Reihe von Begriffen, Topoi und paradigmatischen Bildern, die die Wahrnehmung der Welt, die Handlungspläne und deren Präsentation formatierten;
  • personale Netzwerke, Rezeptionsstrukturen, Transferprozesse und gemeinsame Referenzpunkte der Akteure;
  • Institutionen oder Orte, die Kohärenz über unterschiedliche Sozialgruppen und Sprecher/innen hinweg schufen;
  • typische Interventionsfelder, die den gestaltenden Zugriff vermeintlich vordringlich herausforderten;
  • der konsequente Blick von unten, von den Menschen und Alltagspraktiken her;
  • der konsequent experimentelle und adjustierende Charakter des Planens und Handelns.

Legt man diese Folien übereinander, so ergeben sich Gewichtungen und Bündelungen. Höchst unterschiedliche Bereiche wurden durch unterschiedliche Expertengruppen auf eine spezifische Weise verknüpft, entwickelten eine Eigendynamik und konstituierten, innerhalb einer zeitlich begrenzten Phase, das social engineering als einen spezifischen Modus der Problematisierung der Moderne. Im 19. Jahrhundert war diese Verknüpfung aus technischen Gründen nur unvollkommen möglich gewesen, seit den 1960er-Jahren bot sie keine überzeugenden Lösungsvorschläge mehr. Die Kontextualisierung unterschiedlicher Akteure, Texte, Sprachspiele oder Techniken muss in dieser Perspektive nicht ignoriert werden. Der Begriff des social engineering soll vielmehr helfen, spezifische Mechanismen, Wertungen und Taktiken im Umgang mit der Moderne zu verstehen und zu beschreiben, indem er auf den ersten Blick disparate Phänomene in einen Zusammenhang bringt und damit eine andere Perspektive auf das 20. Jahrhundert erlaubt, als es die tendenziell um die totalitären Gewaltverbrechen kreisenden Beschreibungen bieten. Je nach Akteur (bzw. Akteursgruppe), Land, Zeitraum, Projekt oder Gegenstand ergeben sich unterschiedliche Kombinationen dieser Elemente, sodass jeder Untersuchungsgegenstand in seiner Besonderheit ernst genommen wird – und trotzdem bleibt die Schnittmenge hinreichend groß, um den Gegenstand als Teil der übergreifenden Formation social engineering beschreiben zu können. Und diese Formation war zutiefst ambivalent, weil sie die ganze Spannbreite von Humanität, Normalisierung und Eliminierung in sich aufnahm.

Anmerkungen

  1. Süddeutsche Zeitung vom 28.2.2008, S. 2.
  2. William Tolman, Social Engineering. A Record of Things Done by American Industrialists Employing Upwards of One and One-half Million People, New York 1909.
  3. Dies ist eine kleine Auswahl aus dem umfangreichen Begriffsfeld, das Roland Müller zusammengestellt hat: http://www.muellerscience.com/SPEZIALITAETEN/Methoden/Sozialtechnologie_Begriffe.htm (10.10.2008).
  4. Karl R. Popper, The Open Society and its Enemies, 2 Bde., London 1991 (1. Aufl. 1945), Bd. 1, S. 22-24, 157-168; vgl. auch S. 210 f., Anm. 9.
  5. Adam Podgórecki/Jon Alexander/Rob Shields (Hrsg.), Social Engineering, Ottawa 1996, bes. S. 26 f.
  6. Beispielsweise Lutz Raphael, Radikales Ordnungsdenken und die Organisation totalitärer Herrschaft: Weltanschauungseliten und Humanwissenschaftler im NS-Regime, in: Geschichte und Gesellschaft 27 (2001), S. 5-40; Yvonne Hirdman, Social Planning under Rational Control. Social Engineering in Sweden in the 1930s and 1940s, in: Pauli Kettunen/Hanna Eskola (Hrsg.), Models, Modernity and the Myrdals, Helsinki 1997, S. 55-80; Zwia Lipkin, Useless to the State. „Social Problems“ and Social Engineering in Nationalist Nanjing, 1927-1937, Cambridge/MA 2006.
  7. Beispielsweise Yung-Chen Chiang, Social Engineering and the Social Sciences in China, 1919-1949, Cambridge u.a. 2001; Wolfgang Hardtwig, Einleitung. Utopie und politische Herrschaft im Europa der Zwischenkriegszeit, in: ders. (Hrsg.), Utopie und politische Herrschaft im Europa der Zwischenkriegszeit, München 2003, S. 1-12, bes. S. 5 f.; Patrick Heuveline, Demographic Pressure, Economic Development, and Social Engineering. An Assessment of Fertility Declines in the Second Half of the Twentieth Century, in: Population Research and Policy Review 20 (2001), S. 365-396; Ulf P. Lundgren, Social Engineering. Practical versus Disciplinary Knowledge in Swedish Post-War Educational Planning, in: Studies of Higher Education and Research 6 (1988), S. 1-23; Harold E. Wilson, Social Engineering in Singapore. Educational Policies and Social Change 1819-1972, Singapur 1978.
  8. Dazu ausführlich Thomas Etzemüller, Social engineering als Verhaltenslehre des kühlen Kopfes. Eine einleitende Skizze, in: ders. (Hrsg.), Die Ordnung der Moderne. Social Engineering im 20. Jahrhundert, Bielefeld 2009, S. 11-39.
  9. Vgl. Michel Foucault, Geschichte der Gouvernementalität, 2 Bde., Frankfurt a. M. 2004; Thomas Lemke, Eine Kritik der politischen Vernunft. Foucaults Analyse der modernen Gouvernementalität, Hamburg 1997; Ulrich Bröckling, Das unternehmerische Selbst. Soziologie einer Subjektivierungsform, Frankfurt a. M. 2007.
  10. Zygmunt Bauman, Moderne und Ambivalenz. Das Ende der Eindeutigkeit, Hamburg 2005, S. 22.
  11. Ebd., S. 41 f.
  12. Vgl. als Konkretisierungen vier Studien, die ab dem Frühjahr 2010 erscheinen werden: Thomas Etzemüller, Die Romantik der Rationalität. Alva & Gunnar Myrdal – Social Engineering in Schweden, Bielefeld 2010 (i.E.); David Kuchenbuch, Geordnete Gemeinschaft. Architekten als Sozialingenieure – Deutschland und Schweden im 20. Jahrhundert, Bielefeld 2010 (i.E.); Timo Luks, Sozialökologischer Industrialismus. Social Engineering in Deutschland und Großbritannien im 20. Jahrhundert, Bielefeld 2010 (i.E.); Anette Schlimm, Verkehrsraum – sozialer Raum. Social Engineering und die Ordnung der Gesellschaft im 20. Jahrhundert, Bielefeld 2011 (i.E.).
  13. Robert Owen, Eine neue Auffassung von der Gesellschaft. Ausgewählte Texte, Berlin 1989, S. 85-117, 265-310, 329-404.
  14. Ebd., S. 373.
  15. Für den Kontext und weitere Entwürfe: Richard Saage,Utopische Profile, 4 Bde., Münster 2001-2004.
  16. Dieses Projekt hat Walt Disney 1966 im „Florida Film“ vorgestellt: http://www.the-original-epcot.com/ (10.10.2009).
  17. Ralph Bircher, Hunsa. Das Volk, das keine Krankheit kennt, Bern, Stuttgart 41952 (1. Aufl. 1942).
  18. Dazu Rolf Lindner, Walks on the Wild Side. Eine Geschichte der Stadtforschung, Frankfurt a. M. 2004; Thomas Hengartner, Forschungsfeld Stadt. Zur Geschichte der volkskundlichen Erforschung städtischer Lebensformen, Berlin u.a. 1999; Frank Eckardt, Soziologie der Stadt, Bielefeld 2004.
  19. Vgl. Andreas Walther, Neue Wege zur Großstadtsanierung, Stuttgart 1936; Willy Hellpach, Mensch und Volk der Großstadt, Stuttgart 1939.
  20. Vgl. beispielsweise Ebenezer Howard, Gartenstädte von morgen. Das Buch und seine Geschichte, Berlin, Frankfurt a. M., Wien 1968 (1. Aufl. 1898); Resettlement Administration: Greenbelt Towns, o.O., o.J. (1936); Patrick Abercrombie, Town and Country Planning, London 1933; Hans Bernhard Reichow, Organische Stadtbaukunst. Von der Großstadt zur Stadtlandschaft, Braunschweig 1948; Johannes Göderitz/Roland Rainer/Hubert Hoffmann, Die gegliederte und aufgelockerte Stadt, Tübingen 1957; James Holston, The Modernist City. An Anthropological Critique of Brasilia, Chicago 1989.
  21. Zu diesen Differenzen vgl. die Beiträge in Etzemüller, Die Ordnung der Moderne.

Empfohlene Literatur zum Thema

Thomas Etzemüller (Hrsg.), Die Ordnung der Moderne. Social Engineering im 20. Jahrhundert, transcript, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-8376-1153-3.

Thomas Etzemüller, Die Romantik der Rationalität. Alva & Gunnar Myrdal — Social Engineering in Schweden, transcript, Bielefeld 2010, ISBN 978-3-8376-1270-7.

Yvonne Hirdman, „Social Planning Under Rational Control“. Social Engineering in Sweden in the 1930s and 1940s, in: Pauli Kettunen, Hanna Eskola (Hrsg.), Models, Modernity and the Myrdals. Renvall Institute for Area and Cultural Studies, University of Helsinki, Helsinki 1997, ISSN 0786-6445, S. 55-80.

David Kuchenbuch, Geordnete Gemeinschaft. Architekten als Sozialingenieure – Deutschland und Schweden im 20. Jahrhundert, transcript, Bielefeld 2010 (i. E.), ISBN 978-3-8376-1426-8.

Timo Luks, Sozialökologischer Industrialismus. Social Engineering in Deutschland und Großbritannien im 20. Jahrhundert, Bielefeld 2010 (i. E.).

Lutz Raphael, Radikales Ordnungsdenken und die Organisation totalitärer Herrschaft: Weltanschauungseliten und Humanwissenschaftler im NS-Regime, in: Geschichte und Gesellschaft. Nr. 27 (2001), S. 5-40.

Anette Schlimm, Verkehrsraum — sozialer Raum. Social Engineering und die Ordnung der Gesellschaft im 20. Jahrhundert, Bielefeld 2011 (i. E.).

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Thomas Etzemüller (Hrsg.), Die Ordnung der Moderne. Social Engineering im 20. Jahrhundert, transcript, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-8376-1153-3.

Thomas Etzemüller, Die Romantik der Rationalität. Alva & Gunnar Myrdal — Social Engineering in Schweden, transcript, Bielefeld 2010, ISBN 978-3-8376-1270-7.

Yvonne Hirdman, „Social Planning Under Rational Control“. Social Engineering in Sweden in the 1930s and 1940s, in: Pauli Kettunen, Hanna Eskola (Hrsg.), Models, Modernity and the Myrdals. Renvall Institute for Area and Cultural Studies, University of Helsinki, Helsinki 1997, ISSN 0786-6445, S. 55-80.

David Kuchenbuch, Geordnete Gemeinschaft. Architekten als Sozialingenieure – Deutschland und Schweden im 20. Jahrhundert, transcript, Bielefeld 2010 (i. E.), ISBN 978-3-8376-1426-8.

Timo Luks, Sozialökologischer Industrialismus. Social Engineering in Deutschland und Großbritannien im 20. Jahrhundert, Bielefeld 2010 (i. E.).


Online-Artikel

Adelheid von Saldern, Rüdiger Hachtmann, Jan-Holger Kirsch (Hrsg.), Themenheft "Fordismus / Fordism", in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History. Bd. 6, Nr. 2, 2009 (online).


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[[HasCaption::Cornelis van Esterens Beitrag zum „Linden-Wettbewerb“ in Berlin, 1925 (aus: Franziska Bollerey [Hg.], Urbanismus zwischen de Stijl und C.I.A.M., Braunschweig, Wiesbaden 1999, S. 68)| ]]























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